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Von 21 bis 22 Uhr bei Top-Unternehmen in Osterhofen – Rund 7,5 Millionen Euro Investitionen in niederbayerischen Standort
Ruhe herrscht zwischen 21 und 22 Uhr auf dem weitläufigen Betriebs- und Produktionsgelände von Wolf System in Osterhofen (Lkr. Deggendorf). Nur einige wenige Arbeiter fertigen noch Stahlund Rahmenkonstruktionen in der Spätschicht. Derweil genießen in diesem Zeitfenster viele zufriedene Kunden ihren verdienten Feierabend umgeben vom behaglichen Raumklima eines Wohnhauses aus dem umfangreichen Portfolio des europaweit agierenden Unternehmens. Oder die Nutztiere vieler Landwirte profitieren in einem der hochmodernen Stallgebäude von Wolf System von der am Tierwohl orientierten Bauweise. Oder irgendwo ist einer der vieltausendfach bewährten Stahlbeton-Rundbehälter im Betrieb.
Die Liste der Produkte von Wolf System scheint unendlich lang zu sein. Das erste Kapitel der langen Erfolgsgeschichte hat Firmengründer Johann Wolf 1968 mit der Eintragung einer Gesellschaft m.b.H. ins Firmenbuch im oberösterreichischen Scharnstein geschrieben. Der geschäftstüchtige junge Mann hatte dort auf dem elterlichen Bauernhof nebenbei eine kleine Handelsfirma etabliert. Schon 1968 folgte die Gründung der deutschen Firma in München mit Schwerpunkt auf dem Behälterbau. Zehn Jahre später kaufte Wolf einen Holzbaubetrieb im niederbayerischen Osterhofen und legte damit auf einer Fläche von vier Hektar das Fundament für den Deutschland-Sitz von Wolf System. Der Fokus lag nun – in Rückbesinnung auf Johann Wolfs Wurzeln – im Agrarbau.
Die ständige Weiterentwicklung des Betriebs umfasste ab 1986 die Sparte Stahlbau und 1992 die Standortgründung von Wolf in Stolpen (Sachsen). Einen weiteren Meilenstein setzte die Firmenleitung 2002 mit dem Neubau eines Musterhauses im Osterhofener Stadtteil Altenmarkt als Signal für ein neues Standbein von Wolf System. Der wachsende Erfolg gab den Verantwortlichen Recht, die 2007 ein Ausstellungsgebäude mit Bauherrenstudio für Industrie und Gewerbe realisierten. 2011 lief die Hausbau-Produktion mit vollem Elan an. Schon zwei Jahre später war dank der gestiegenen Nachfrage die Erweiterung der Stahlproduktion erforderlich, auf die 2016 der Start für den sogenannten Holztafelbau folgte.
Nach dem Zukauf von Erweiterungsflächen war ausreichend Platz vorhanden für den Beginn des Modulbaus. Die Voraussetzungen dafür schuf Wolf System mit dem Neubau einer entsprechenden Produktionshalle. Nach der Devise „Ein volles Programm mit besten Produkten“ für die Bereiche Gebäudebau, Behälterbau und Hausbau gipfelt die einstige Vision des Firmengründers in der Tatsache, dass Wolf System heute zu 66 Prozent im Gebäudebau für Agrar und Gewerbe aktiv ist, zu 18 Prozent in der ursprünglichen Sparte Behälterbau, auch für die Industrie, und zu 16 Prozent im Hausbau. Am Beispiel eines großen landwirtschaftlichen Betriebs lässt sich das Komplett-Spektrum unter dem Motto „Alles aus einer Hand“ ablesen, denn sowohl die Ställe und Hallen als auch Gruben, Fermenter, Nachgärer und Güllebehälter – und zudem die Fahrsilos – stammen von Wolf System.
Ein großes Augenmerk richtet die Geschäftsführung von Wolf System auf das Wohlergehen und die hohe berufliche Qualifikation der konzernweit rund 3500 Mitarbeiter, davon knapp 1500 Mitarbeiter einschließlich rund 40 Auszubildende am deutschen Hauptstandort Osterhofen. Zu diesem Zweck unterhält das Unternehmen hier sogar ein eigenes Schulungszentrum. Der Umsatz beträgt 700 Millionen Euro. Das jährliche Produktionsvolumen erstreckt sich auf 30.000 Tonnen Profilstahl, womit Wolf System als einer der größten Profilstahlverarbeiter in Europa gilt, darüber hinaus auf 5000 Betonbehälter, rund 3500 Gebäude für Landwirtschaft und Industrie sowie etwa 700 Häuser pro Jahr, von denen allein 230 pro Jahr in Osterhofen in Holztafelbauweise entstehen.
Der Aufwärtstrend von Wolf System, längst auch mit modernen Carportsystemen mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern ein Trendsetter, zeigt steil nach oben.




